Nutzgarten & Hochbeet

Mischkultur Tabelle 2026: Welches Gemüse passt zusammen im Hochbeet?

25. August 2026 12 Min. Lesezeit
Mischkultur Tabelle im Hochbeet: Tomaten mit Basilikum, Karotten mit Zwiebeln und Salat – eine harmonische Pflanzenkombination von oben fotografiert KI-generiertes Symbolbild

Einleitung

Jede erfahrene Gärtnerin weiß: Nicht alle Gemüsesorten gedeihen nebeneinander gleich gut. Manche fördern sich gegenseitig und bilden ein stabiles Gleichgewicht, während andere um die gleichen Ressourcen kämpfen oder sich gegenseitig schwächen. Genau hier setzt die Mischkultur an – eine bewährte Anbaumethode, bei der verschiedene Pflanzenarten gezielt kombiniert werden, damit sie sich gegenseitig unterstützen.

Wer die richtigen Partnerschaften zwischen Pflanzen kennt, kann seinen Schädlingsdruck erheblich senken, den Boden langfristig gesünder halten und dabei sogar höhere Erträge erzielen. Besonders im Hochbeet, wo der Platz kostbar ist, macht eine durchdachte Mischkultur den Unterschied zwischen einer mageren und einer üppigen Ernte aus. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Mischkultur Tabelle nutzen, um Ihr Hochbeet optimal zu beplantzen, welche Kombinationen wirklich funktionieren und welche Pflanzen Sie besser trennen sollten.


Was ist Mischkultur und wie funktioniert sie?

Mischkultur bedeutet, verschiedene Gemüsepflanzen so miteinander zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig fördern und ein stabiles, natürliches Gleichgewicht im Beet entsteht. Anders als in der Monokultur, bei der nur eine Pflanzenart auf der gleichen Fläche wächst, nutzen Sie bei der Mischkultur die natürlichen Stärken verschiedener Kulturen, um ein produktives Ökosystem aufzubauen.

Jede Pflanze bringt dabei unterschiedliche Eigenschaften mit:

  • Unterschiedliche Wurzeltiefen: Tiefwurzler wie Tomaten oder Karotten holen Nährstoffe aus unteren Bodenschichten, während Flachwurzler wie Salat oder Spinat die oberen Schichten nutzen. So wird der Boden gleichmäßig ausgenutzt und nicht einseitig ausgelaugt.

  • Nährstoffbindung: Leguminosen wie Bohnen oder Erbsen reichern den Boden durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien mit Stickstoff an. Dieser kostbare Nährstoff steht dann nährstoffhungrigen Kulturen wie Kohl zur Verfügung – ohne dass Sie zusätzlich düngen müssen.

  • Natürliche Schädlingsabwehr: Aromatische Kräuter wie Basilikum oder Dill wirken durch ihre intensiven Düfte als natürliche Schutzbarriere. Zwiebeln vertreiben Möhrenfliegen, Karotten halten Zwiebelfliegen fern, und Ringelblumen locken Nützlinge an, die Schädlinge dezimieren.

  • Optimale Platznutzung: Hochwüchsige Pflanzen wie Stangenbohnen oder Mais können bodennahen Kulturen Halbschatten spenden, was besonders im Hochsommer von Vorteil ist, wenn Salat oder Spinat sonst bolzen würden.

Dadurch entsteht im Hochbeet kein Chaos, sondern ein wohlabgestimmtes Zusammenspiel: Der Boden bleibt länger fruchtbar, Krankheiten haben weniger Chancen, Nützlinge etablieren sich von selbst, und Sie ernten eine bunte Vielfalt, ganz ohne Chemie.


Hochbeet richtig befüllen: Die einzelnen Bodenschichten von Grobholz über Kompost bis zur Gartenerde werden sichtbar in das Hochbeet eingefüllt

Warum lohnt sich Mischkultur gegenüber Monokultur?

Mischkultur bietet zahlreiche praktische Vorteile, die Ihre Hochbeete gesünder, produktiver und wartungsärmer machen:

Natürlicher Pflanzenschutz ohne Pestizide

Bei geschickten Kombinationen können sich Pflanzen gegenseitig vor Schädlingen und Pilzkrankheiten schützen. Basilikum neben Tomaten vertreibt beispielsweise Weiße Fliegen, während Zwiebeln zwischen Karotten die Möhrenfliege ablenken. Dieser natürliche Schutz reduziert den Pflanzenschutzaufwand deutlich.

Effizientere Nährstoffnutzung

Starkzehrer wie Kohl oder Zucchini brauchen viele Nährstoffe, während Schwachzehrer wie Bohnen oder Kräuter mit deutlich weniger auskommen. Wenn Sie diese gezielt kombinieren, wird der Boden ausgewogener beansprucht. Leguminosen reichern sogar Stickstoff an, wovon Ihre Starkzehrer direkt profitieren – ohne zusätzliche Düngung.

Verbesserte Bodengesundheit

Die unterschiedlichen Wurzelsysteme lockern den Boden auf verschiedene Weisen auf, fördern das Bodenleben und verbessern langfristig die Bodenstruktur. Dies ist besonders im Hochbeet wichtig, wo die Erde nach einigen Jahren verdichtet. Mit Mischkultur bleibt der Boden krümelig und durchlüftet.

Raumoptimierung im begrenzten Hochbeet

Durch das Kombinieren von Pflanzen unterschiedlicher Höhe und Wuchsform nutzen Sie jeden Zentimeter optimal. Ein Hochbeet mit Mischkultur bringt auf der gleichen Fläche deutlich mehr Ertrag als ein gleichförmig bepflanztes Beet.

Höhere Biodiversität

Mischkulturen schaffen Lebensräume für Nützlinge wie Marienkäfer, Schlupfwespen und Bestäuber. Dies stärkt das ökologische Gleichgewicht und macht Ihr Hochbeet widerstandsfähiger gegen Extremwetterlagen.


Fachbetrieb für Ihr Vorhaben gesucht? Kostenlos mehrere Angebote aus Ihrer Region vergleichen.
Jetzt anfragen →

Die bewährte Mischkultur Tabelle für Hochbeete

Eine übersichtliche Mischkultur Tabelle zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Pflanzen gut zusammenpassen und welche Nachbarn sich gegenseitig stärken:

Gemüsesorte Gute Nachbarn Warum es funktioniert
Tomate Basilikum, Ringelblume, Zwiebel, Knoblauch, Salat Basilikum hält Schädlinge fern; Zwiebel/Knoblauch desinfizieren den Boden; Ringelblumen locken Nützlinge an
Kartoffel Bohne, Erbse, Kohl, Zwiebel, Thymian Leguminosen bereichern den Boden; Zwiebel schützt vor Schädlingen
Möhre/Karotte Zwiebel, Lauch, Tagetes, Dill, Salat Zwiebel und Lauch halten Möhrenfliegen fern; Tagetes wirken gegen Nematoden
Zwiebel/Lauch Karotte, Möhre, Tomate, Erdbeere, Kohl Gegenseitiger Schutz vor Fliegen; wirken fungizid
Salat/Spinat Tomate, Karotte, Radieschen, Dill, Schnittlauch Schnellwüchsig, nutzt Fläche unter höheren Pflanzen; Schnittlauch schützt vor Pilzen
Bohne/Erbse Mais, Kürbis, Gurke, Dill, Thymian Leguminosen; Mais gibt Bohnen Halt (Milpa-Prinzip); stickstoffreich
Kohl Beetrübe, Dill, Kamille, Thymian, Zwiebel Kräuter wirken antibakteriell; Zwiebel schützt vor Schädlingen
Gurke/Zucchini Kapuzinerkresse, Tagetes, Radieschen, Schnittlauch Ablenkwirkung auf Schädlinge; Bodendecker unterdrücken Unkraut
Erdbeere Knoblauch, Schnittlauch, Thymian, Borretsch Knoblauch und Schnittlauch wirken fungizid; Borretsch lockt Bestäuber an
Radieschen Karotte, Spinat, Salat, Kohlrabi, Dill Schnellwüchsig, nutzt Platzverschwendung; Dill lockt Nützlinge an
Kohlrabi Salat, Zwiebel, Dill, Oregano, Schnittlauch Gegenseitige Förderung; Kräuter schützen vor Pilzen
Kürbis Mais, Bohne, Melone (Milpa-Trio) Bodendecker unterdrückt Unkraut; Trio-Kombination optimiert Nährstoffnutzung
Basilikum Tomate, Paprika, Gurke, Zucchini Intensives Aroma hält Schädlinge fern; verbessert Gemüsegeschmack
Dill/Petersilie Karotte, Salat, Tomaten, Gurke, Kohl Lockt Nützlinge wie Schwebfliegen an; deren Larven fressen Blattläuse
Schnittlauch Erdbeere, Tomate, Salat, Kohlrabi, Kirsche Wirkt fungizid und insektizid; schützt vor Mehltau

Die klassische Drei-Schwestern-Kombination

Ein besonders bewährtes Trio ist das Milpa-Beet (auch Indianer- oder Drei-Schwestern-Beet genannt), das von den Native Americans entwickelt wurde:

  • Mais gibt den Bohnen einen stabilen Halt
  • Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff an
  • Kürbis unterdrückt mit seinen großen Blättern Unkraut und schützt den Boden vor Austrocknung

Dieses Trio funktioniert auch im modernen Hochbeet hervorragend und ist ein Paradebeispiel für natürliche Synergien im Garten.


Welche Pflanzen sollten Sie im Hochbeet NICHT zusammen pflanzen?

Einige Pflanzenkombinationen hemmen sich gegenseitig oder fördern gemeinsam Krankheiten und Schädlinge – diese sollten Sie konsequent vermeiden:

Pflanzen Schlechte Nachbarn Grund
Tomate Kartoffel, Paprika, Aubergine Alles Nachtschattengewächse; fördern gemeinsam Kraut- und Braunfäule; gleiche Schädlinge und Krankheiten
Kartoffel Tomate, Paprika, Aubergine Nachtschattengewächse; gegenseitige Übertragung von Krankheitskeimen
Lauch Rote Beete, Bohne, Erbse, Knoblauch Konkurrenz um Nährstoffe; hemmen sich gegenseitig
Zucchini/Gurke Kürbis, Melone (andere Kürbisgewächse) Ähnliche Nährstoffansprüche; Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe
Paprika Tomate, Kartoffel, Aubergine Nachtschattengewächse; gegenseitige Schwächung
Aubergine Tomate, Kartoffel, Paprika Nachtschattengewächse; fördern gleiche Krankheiten
Zwiebel/Knoblauch Bohne, Erbse, Schnittlauch Hemmen wichtige Stickstoffbindungsbakterien an den Wurzeln der Leguminosen
Kohl Radieschen, Rettich, Rucola Gleiche Schädlinge (Kohlweißling); Nährstoffkonkurrenz
Fenchel Tomaten, Bohnen, Kohl, Petersilie Hemmt durch Wurzelausscheidungen das Wachstum vieler anderer Gemüsesorten
Rote Beete Kartoffel, Lauch, Paprika, Aubergine Nährstoffkonkurrenz; gegenseitige Wachstumshemmung
Endivien Kopfsalat, andere Salate Anfällig für ähnliche Krankheiten und Schädlinge

Faustregel: Bei schlechten Nachbarn sollten Sie einen räumlichen Abstand von mindestens 1–2 Metern einhalten. Im Hochbeet ist das oft nicht möglich – nutzen Sie deshalb lieber bewährte Kombinationen und vermeiden Sie diese Paarungen ganz.


Hochbeet richtig befüllen und bepflanzen

Bevor Sie mit der Mischkultur starten, muss Ihr Hochbeet fachgerecht angelegt sein. Erfahren Sie in unserem Ratgeber "Wie man ein Hochbeet baut" alle Schritte vom Fundament bis zur Befüllung.

Die richtige Erdschichtung im Hochbeet

Welche Erde für Hochbeet? Diese Frage stellen sich viele Anfänger. Die Antwort ist wichtig: Hochbeete funktionieren am besten mit einem Schichtsystem. Wie befülle ich ein Hochbeet richtig? Das sollte so aussehen:

  1. Unterste Schicht (ca. 20–30 cm): Grobholz, Äste, Strauchschnitt – für Drainage und Belüftung
  2. Zweite Schicht (ca. 15–20 cm): Kompost, Pferdemist oder reifer Dung – für Nährstoffe und Wärmeerzeugung
  3. Dritte Schicht (ca. 10–15 cm): Rasenabsode oder Mutterboden – als Übergangssicht
  4. Oberste Schicht (ca. 15–20 cm): Hochwertige Gartenerde oder Gemüseerde – zum direkten Pflanzen

Welche Erde für Hochbeet oberste Schicht? Verwenden Sie lockere, humusreiche Erde mit guter Wasserspeicherung und Drainageeigenschaft. Eine Mischung aus 50 % Gartenerde, 30 % reifem Kompost und 20 % Blähton oder Perlite hat sich bewährt.


Fachbetrieb für Ihr Vorhaben gesucht? Kostenlos mehrere Angebote aus Ihrer Region vergleichen.
Jetzt anfragen →

Schritt-für-Schritt: So planen Sie Ihre Hochbeet-Mischkultur

Schritt 1: Lichtverhältnisse und Standort analysieren

Beobachten Sie vor der Bepflanzung, wie viel Sonne Ihr Hochbeet bekommt:

  • 6+ Stunden direkte Sonne: Ideal für Tomaten, Paprika, Aubergine, Kürbis, Bohnen
  • 4–6 Stunden: Gut für Kohl, Karotten, Salat, Kräuter
  • Halbschatten (2–4 Stunden): Salat, Spinat, Mangold, Schnittlauch profitieren von Mittags-Halbschatten

Nutzen Sie hochwüchsige Pflanzen gezielt als Schattenspender für empfindlichere Kulturen.

Schritt 2: Beet in Bereiche für Stark-, Mittel- und Schwachzehrer aufteilen

Teilte Sie Ihr Hochbeet gedanklich oder mit einer Skizze in drei Zonen:

Starkzehrer (viele Nährstoffe):

  • Tomaten, Paprika, Kohl, Zucchini, Kürbis, Brokkoli
  • Brauchen regelmäßig Kompost oder Langzeitdünger

Mittelzehrer (mittlere Nährstoffansprüche):

  • Karotten, Salat, Radieschen, Kohlrabi, Fenchel, Erdbeeren
  • Profitieren von leichter Kompostgabe

Schwachzehrer (wenig Nährstoffe nötig):

  • Bohnen, Erbsen, Kräuter (Basilikum, Dill, Thymian), Schnittlauch
  • Können nach Starkzehrern gepflanzt werden

Schritt 3: Verträgliche Pflanzen kombinieren

Nutzen Sie die Mischkultur Tabelle, um gute Nachbarschaften zu finden. Achten Sie besonders auf:

  • Unterschiedliche Wurzeltiefen: Tiefwurzler (Tomate, Karotte) + Flachwurzler (Salat, Spinat)
  • Unterschiedliche Wuchshöhen: Hohe Pflanzen (Mais, Stangenbohnen) + bodennah (Salat, Radieschen)
  • Gegenseitige Schädlingsabwehr: Zwiebel + Karotte, Basilikum + Tomate
  • Stickstoffbindung nutzen: Bohnen neben Starkzehrern wie Kohl

Schritt 4: Pflanzzeiten berücksichtigen

Planen Sie, welche Kulturen nebeneinander oder nacheinander gepflanzt werden:

  • Gleichzeitig (März–Mai): Frühbeet-Kombinationen (Salat, Radieschen, Kohlrabi)
  • Gestaffelt (Mai–Juni): Wärmebedürftige Sorten (Tomaten, Paprika, Basilikum)
  • Nacheinander: Nach frühen Salaten (Mai) folgen Sommergemüse (Juni), dann Herbstkulturen (August)

Schritt 5: Fruchtfolge für Nachhaltigkeit

Nutzen Sie die Fruchtfolge Tabelle, um das gleiche Hochbeet über mehrere Jahre fruchtbar zu halten:

  • Jahr 1: Starkzehrer (Tomate, Kohl, Zucchini)
  • Jahr 2: Mittelzehrer (Karotte, Salat, Radieschen)
  • Jahr 3: Schwachzehrer (Bohnen, Erbsen, Kräuter)
  • Jahr 4: Gründüngung (Phacelia, Klee) zur Bodenregeneration

Wann sollte ich mein Hochbeet bepflanzen?

Die optimale Zeit für Hochbeet-Bepflanzung hängt von der Pflanzenart und dem Klima ab:

  • März–April: Kaltkeimer wie Salat, Spinat, Radieschen, Puffbohnen (sobald kein Frost mehr droht)
  • Mai (nach den Eisheiligen): Wärmebedürftige Sorten wie Tomaten, Paprika, Aubergine, Basilikum, Zucchini
  • Juni: Bohnen, Gurken, Melonen (wenn Boden mindestens 15 °C warm ist)
  • Juli–August: Herbst- und Wintersalate, Kohl, Spinat für späte Ernte

Wann Salat ins Hochbeet? Salat kann bereits im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden, verträgt aber auch leichte Fröste. Ideal sind mehrere kleine Aussaaten alle 2–3 Wochen für durchgehende Ernte.


Was kann man jetzt noch ins Hochbeet pflanzen?

Die Antwort hängt von der aktuellen Jahreszeit und Ihrer Region ab. Im Ratgeber "Hochbeet bepflanzen" finden Sie eine genaue Übersicht für jeden Monat.

Kurze Orientierung:

  • Frühjahr (März–Mai): Salat, Spinat, Kohl, Radieschen, Kohlrabi
  • Sommer (Juni–Juli): Tomaten, Paprika, Basilikum, Bohnen, Gurken, Zucchini
  • Herbst (August–September): Herbstsalat, Spinat, Mangold, Feldsalat, Endivie, Rucola
  • Winter (Oktober–Februar): Winterkohl, Winterportulak, Winterblüher wie Hornveilchen (in milderen Regionen)

Fachbetrieb für Ihr Vorhaben gesucht? Kostenlos mehrere Angebote aus Ihrer Region vergleichen.
Jetzt anfragen →

Häufige Fehler bei der Hochbeet-Mischkultur vermeiden

Fehler 1: Zu dichter Pflanzabstand

Das Problem: Pflanzen stehen sich auf den Füßen, konkurrieren um Luft, Licht und Nährstoffe – Mischkultur-Synergien verpuffen.

Die Lösung: Beachten Sie die empfohlenen Pflanzabstände auch bei guten Nachbarn. Beispiele:

  • Tomaten: 50–60 cm Abstand
  • Salat: 25–30 cm Abstand
  • Basilikum: 20–25 cm Abstand
  • Radieschen: 5–7 cm Abstand

Fehler 2: Zu viele Starkzehrer hintereinander

Das Problem: Der Boden wird einseitig ausgelaugt, Krankheiten setzen sich fest.

Die Lösung: Wechseln Sie nach Starkzehrern zu Mittel- oder Schwachzehrern. Die Fruchtfolge Tabelle hilft dabei.

Fehler 3: Schlechte Nachbarn trotz Platzmangel kombiniert

Das Problem: Sie pflanzen Tomate und Kartoffel ins gleiche Beet und wundern sich über Kraut- und Braunfäule.

Die Lösung: Nutzen Sie lieber bewährte Kombinationen als zu experimentieren. Im Hochbeet ist Platz endlich – setzen Sie auf Sicherheit.

Fehler 4: Hochbeet zu selten umgeworfen

Das Problem: Der Boden verdichtet sich, Nährstoffe werden nicht optimal verteilt.

Die Lösung: Lockern Sie vor jeder neuen Saison den Boden auf. Mulchen Sie regelmäßig mit Kompost oder Laub.

Fehler 5: Keine Beobachtung und Notizen

Das Problem: Sie wissen nächstes Jahr nicht mehr, welche Kombinationen gut funktioniert haben.

Die Lösung: Führen Sie ein einfaches Gartentagebuch. Notieren Sie, welche Sorten gepflanzt wurden, wie gut sie wuchsen, wann Schädlinge auftauchten und wie die Ernte ausfiel.


Besondere Tipps für Mischkultur im Hochbeet

Mulchen nicht vergessen

Eine 5–10 cm dicke Mulchschicht aus Rasenschnitt, zerkleinerten Blättern oder Stroh wirkt wie ein "Puffer" für die Mischkultur:

  • Speichert Feuchtigkeit
  • Unterdrückt Unkraut natürlich
  • Fördert das Bodenleben
  • Reduziert Stress bei Mischkultur-Partnern

Kräuter und Blühstreifen gezielt nutzen

Integrieren Sie an den Beetkanten ein 20–30 cm breites Blühband mit Ringelblumen, Tagetes, Borretsch oder Kapuzinerkresse. Dies kostet wenig Platz, bringt aber großen Nutzen:

  • Lockt Bestäuber an (mehr Gemüseertrag)
  • Zieht Nützlinge an (weniger Schädlinge)
  • Lenkt Schädlinge ab (Kapuzinerkresse als Falle für Blattläuse)
  • Macht das Hochbeet optisch attraktiver

Vertikales Gärtnern nutzen

Nutzen Sie die Höhe des Hochbeets durch Rankgitter, Stangen oder Spaliere:

  • Stangenbohnen an Gittern hochziehen → Salat darunter
  • Gurken an Netz → Radieschen darunter
  • Tomaten an Stab → Basilikum daneben

So sparen Sie Platz und verbessern die Luftzirkulation.

Abstand zu Bäumen und Sträuchern

Wenn Ihr Hochbeet in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern steht, lesen Sie unseren Ratgeber zu Baumpflanzung und Abständen, um Wurzelkonkurrenz zu vermeiden.


Welche Erde fürs Hochbeet: Ein finales Wort

Welche Erde hochbeet? Das ist eine der häufigsten Fragen. Die Qualität der Erde entscheidet über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Mischkultur:

  • Hochwertige Gemüseerde mit natürlichen Düngerbestandteilen (kein reiner Torf!)
  • Selbst gemischte Erde: 40 % Gartenerde, 40 % reifer Kompost, 20 % Kokohum oder Blähton
  • Bio-zertifizierte Produkte für nachhaltiges Gärtnern
  • Regelmäßige Auffrischung: Jährlich 5–10 cm alten Boden austauschen und 5–10 cm neue Erde einarbeiten

Gute Erde ist die Grundlage jeder erfolgreichen Hochbeet-Mischkultur.


Fazit: Mischkultur als natürliches System

Die Mischkultur Tabelle ist kein starres Regelwerk, sondern eine Einladung zum kreativen und nachhaltigen Gärtnern. Sie zeigt, wie unterschiedliche Pflanzen im Hochbeet zueinander passen, sich gegenseitig schützen und den Boden langfristig fruchtbar halten. Wer diese natürlichen Synergien nutzt, erntet nicht nur mehr Gemüse – er schafft auch einen lebendigen, widerstandsfähigen Garten, der sich selbst reguliert.

Starten Sie mit bewährten Kombinationen wie Karotte-Zwiebel-Tagetes oder dem Milpa-Trio, beobachten Sie regelmäßig, notieren Sie Ihre Erfahrungen und passen Sie die Mischkultur jedes Jahr an. So entwickeln Sie langfristig Ihr ganz persönliches Hochbeet-System – eines, das perfekt zu Ihrem Garten, Ihrem Klima und Ihren Vorlieben passt.

Auf diese Weise wächst im Hochbeet nicht nur Gemüse – es entsteht ein Stück lebendiger Natur direkt vor Ihrer Haustür.

Häufige Fragen
Welche Erde für Hochbeet – worauf kommt es an?

Die beste Erde für Hochbeete ist lockere, humusreiche Gemüseerde mit guter Wasserspeicherung. Ideal ist eine Mischung aus 40% Gartenerde, 40% reifem Kompost und 20% Kokohum oder Blähton. Verwenden Sie auf keinen Fall billige Torferde – Bio-Qualität ist nachhaltiger und langfristig sparsamer.

Fachbetrieb für Ihr Gartenprojekt gesucht?

Beschreiben Sie einmal Ihr Vorhaben — passende Betriebe aus Ihrer Region melden sich bei Ihnen.

✓ Kostenfrei✓ Mehrere Fachbetriebe✓ Unverbindlich
Jetzt Anfrage stellen
Redaktion Garten-Landschaftsbau.net

Wir recherchieren Fachthemen rund um Garten- und Landschaftsbau und bereiten sie redaktionell auf — mit dem Ziel, verständliche und praxisnahe Orientierung zu bieten, keine Rechts- oder Fachberatung im Einzelfall. Stand dieses Artikels: 25. August 2026.

Das könnte Sie auch interessieren