Regenwassertank für den Garten: Auswahl, Einbau und praktische Nutzung
KI-generiertes Symbolbild
Einleitung
Ein Regenwassertank verwandelt jeden Garten in ein eigenständiges Wasserspeichersystem. Statt kostbares Leitungswasser zum Gießen zu verschwenden, nutzen Sie kostenlos das Regenwasser von Ihrem Dach. Mit einer modernen Regenwasserzisterne im Garten oder einem einfachen Auffangbehälter sparen Sie nicht nur bei der Wasserrechnung – auch die Abwassergebühren sinken erheblich. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Systeme es gibt, wie viel eine Zisterne kostet und wie Sie Ihre Regenwasseranlage richtig installieren.
Was genau ist ein Regenwassertank?
Ein Regenwassertank ist ein Behälter zur Speicherung von Niederschlagswasser, den Fachleute häufig auch als Zisterne oder Wasserzisterne bezeichnen. Das System funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das Regenwasser fließt vom Dach über die Dachrinne in ein Fallrohr und wird von dort direkt in den Tank geleitet. Von hier aus können Sie das gesammelte Wasser per Hahn oder mit einer Pumpe entnehmen – je nach Bedarf und Systemgröße.
Die Qualität des gesammelten Regenwassers reicht zwar nicht für Trinkwasser aus, eignet sich aber hervorragend für zahlreiche Anwendungen im Haushalt und Garten. Mit einer professionellen Regenwassernutzungsanlage können Sie das Wasser sogar für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine nutzen – vorausgesetzt, es ist mit entsprechenden Filtern ausgestattet.
Unterschied zwischen Zisterne und Regenfass
Bei der Regenwassernutzung werden zwei Hauptbegriffe oft vermischt: Die klassische Regentonne oder das Regenfass steht oberirdisch im Garten und fasst typischerweise 100 bis 1.000 Liter. Eine Zisterne hingegen ist meist unterirdisch installiert und speichert 500 bis über 65.000 Liter. Beide Systeme sammeln Regenwasser, unterscheiden sich aber in Größe, Platzverbrauch und Einsatzzweck erheblich.

Oberirdische vs. unterirdische Regenwassertanks: Wo liegt der Unterschied?
Bei der Wahl des richtigen Systems müssen Sie zwischen zwei grundlegend verschiedenen Varianten entscheiden: oberirdische und unterirdische Speicher. Beide haben ihre Berechtigung – es kommt auf Ihre Situation an.
Oberirdische Regenwassertanks
Die oberirdische Variante ist die schnellste und kostengünstigste Lösung für die Regenwassernutzung:
Regentonne/Regenfass: Diese klassischen Behälter aus Kunststoff, Holz oder Edelstahl stehen direkt neben dem Fallrohr im Garten. Sie fassen zwischen 50 und 500 Litern, bei größeren Modellen auch bis zu 1.000 Liter. Mit einem praktischen Deckel und einem Zapfhahn lässt sich das Wasser unkompliziert mit der Gießkanne entnehmen. Preise liegen zwischen 50 und 400 Euro, je nach Material und Optik.
Große oberirdische Tanks: Es gibt auch größere oberirdische Behälter aus Kunststoff oder Metall, die mehrere tausend Liter fassen können. Diese benötigen einen ebenen, tragfähigen Untergrund und sind optisch weniger ansprechend – weshalb manche Gärtner sie hinter Hecken oder Sichtschutzwänden verstecken.
Vorzüge oberirdischer Systeme:
- Schnelle und einfache Installation ohne Aushubarbeiten
- Leicht erweiterbar (mehrere Tanks können verbunden werden)
- Günstige Anschaffungskosten
- Einfacher Zugang zur Zisterne reinigen
- Keine Genehmigung nötig
- Ideal für Mieter oder temporäre Lösungen
Unterirdische Regenwassertanks
Unterirdische Erdtanks oder Wasserzisternen sind die Profivariante für ernsthafte Regenwassernutzung im großen Stil:
Kunststoffzisternen: Diese flachen oder runden Behälter aus hochwertigem Kunststoff werden komplett in den Boden eingegraben. Sie passen sich flexibel an vorhandene Platzverhältnisse an – besonders flache Varianten benötigen weniger Tiefe. Fassungsvermögen: 500 bis 10.000 Liter, Lebensdauer 25+ Jahre.
Betonzisternen: Die robustere Alternative aus Beton hält 50+ Jahre und ist sogar befahrbar (ideal unter Einfahrten oder Terrassen). Eine Betonzisterne fasst oft 1.000 bis 65.000 Liter und eignet sich besonders bei hohem Grundwasser. Nachteil: Höhere Kosten, größerer ökologischer Fußabdruck bei der Herstellung (1 Tonne Zement = ca. 700 kg CO₂).
Vorzüge unterirdischer Tanks:
- Sparen wertvollen Gartenplatz (völlig unsichtbar)
- Große Speicherkapazitäten für Haushalt + Garten
- Stabile Lagerung (konstante Wassertemperatur)
- Wasser bleibt länger keimfrei
- Betonvarianten sind frostsicher und befahrbar
- Reduziert Abwassergebühren deutlich
- Versorgt mehrere Verbraucher gleichzeitig
Welche Materialien gibt es für Regenwassertanks?
Das Material bestimmt Haltbarkeit, Optik und Eignung für Ihren Einsatzzweck:
Kunststoff (Polyethylen)
Oberirdische Tanks: Kunststofftonnen sind leicht, witterungsbeständig und in vielen Designs erhältlich (natur, holzoptik, stein). Sie sind recycelbar und halten bei guter Pflege 25+ Jahre.
Unterirdische Tanks: Kunststoffzisternen sind flexibel einsetzbar, auch als flache Varianten, und wiegen deutlich weniger als Beton. Sie sind einfacher zu transportieren und einzubauen – ein großer Vorteil bei beengten Platzverhältnissen.
Beton
Beton-Erdtanks (auch Betonzisternen genannt) bieten extreme Langlebigkeit und Stabilität. Sie sind besonders in Gegenden mit kalkhaltigem Grundwasser wertvoll, da Kunststoff dort porös werden kann. Eine Betonzisterne ist zwar in der Anschaffung teurer und verursacht bei der Herstellung erhebliche CO₂-Emissionen – dafür hält sie 50+ Jahre ohne Verschleiß.
Edelstahl & Holz
Edel- oder Cortenstahl kommt bei kleineren oberirdischen Tanks zum Einsatz und sieht optisch ansprechend aus, kostet aber deutlich mehr. Holzbehälter sind rustikal-charmant, benötigen aber regelmäßige Wartung und halten nicht so lange wie Kunststoff.
Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?
Die Preisspanne bei Regenwassertanks ist enorm – je nachdem, was Sie brauchen:
Oberirdische Systeme
- Kleine Regentonne (100-200 L): 50–150 Euro
- Mittlere Regentonne (300-500 L): 150–350 Euro
- Große Tonne mit Design (500-1.000 L): 200–800 Euro
- Oberirdischer Kunststofftank (1.000–5.000 L): 300–1.500 Euro
Unterirdische Systeme
- Kunststoffzisterne (500–2.000 L): 1.500–3.000 Euro (Material + Anschluss, ohne Einbau)
- Kunststoffzisterne (3.000–8.000 L): 2.500–5.000 Euro
- Betonzisterne (5.000–10.000 L): 3.000–8.000 Euro
- Große Betonzisterne (20.000+ L): 8.000–20.000 Euro+
- Professioneller Einbau: 1.000–5.000 Euro (je nach Größe und Bodenbedingungen)
Wichtig: Zusätzliche Kosten entstehen für Zubehör wie Pumpen (200–800 Euro), Filter-Systeme (300–1.500 Euro) und Rohrleitungen.
Lohnt sich die Investition?
Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit Garten spart man mit Regenwassernutzung etwa 50–100 Euro pro Jahr an Wassergebühren. Hinzu kommen Ersparnisse bei Abwassergebühren (ca. 30–80 Euro/Jahr). Eine unterirdische Zisterne hat damit eine Amortisationszeit von 15–30 Jahren – dafür aber eine Lebensdauer von 25–50 Jahren. Wer sein Regenwasser auch indoor nutzt (Toilette, Waschmaschine), spart mehr und schneller.
Welche Vorteile bietet eine Zisterne im Garten wirklich?
Wasser sparen, Umwelt entlasten
Das Auffangen von Regenwasser reduziert die Belastung der öffentlichen Wasserinfrastruktur und trägt zum Hochwasserschutz bei. Statt Regenwasser in Kanalnetze zu leiten, nutzen Sie es sinnvoll – eine Win-Win-Situation für Ihren Geldbeutel und die Umwelt.
Geldersparnis bei Wassergebühren
So viel Trinkwasser sparen Sie mit Regenwasser sammeln:
- Nur Gartenbewässerung: 20–50 Euro/Jahr
- Garten + Toilettenspülung: 100–150 Euro/Jahr
- Garten + Toilette + Waschmaschine: 150–250 Euro/Jahr
Bei durchschnittlichen deutschen Wasserpreisen von ca. 2–3 Euro pro Kubikmeter addiert sich das schnell auf.
Gesplittete Abwassergebühren senken
Hier greift ein wichtiger Punkt: In vielen Bundesländern werden Abwassergebühren "gesplittet" – also getrennt berechnet. Das bedeutet: Sie zahlen nicht nur für das Wasser, das Sie verbrauchen, sondern auch für die "Niederschlagsfläche" (Dach, Terrasse, Einfahrt), die in den Kanal leitet. Wenn Sie Regenwasser sammeln und nutzen, können Sie dies bei Ihrem Wasserversorger anmelden und die Abwassergebühren für die Dachfläche sparen – oft 50–200 Euro pro Jahr!
Unabhängigkeit von Trockenperioden
In heißen, trockenen Sommern, wenn Wasser knapp wird, haben Sie eine eigene Reserve. Besitzer von Zisternen können ihre Gärten auch bei Bewässerungsbeschränkungen noch gießen.
Weniger Chlor und Kalk im Garten
Regenwasser ist weich und frei von Chlor, Kalk und anderen Zusätzen des Trinkwassers. Viele Pflanzen gedeihen damit deutlich besser.
Regenwassertank richtig planen und einbauen
Der Einbau eines Regenwassertanks erfordert sorgfältige Planung. Besonders bei unterirdischen Regenwasserzisternen sollten Sie strukturiert vorgehen.
Phase 1: Planung vor dem Einbau
Wofür brauchen Sie das Wasser? Definieren Sie genau, wofür Sie das Regenwasser nutzen möchten:
- Nur Gartenbewässerung (kleine Tanks reichen)
- Garten + Toilettenspülung (mittlere bis große Tanks)
- Garten + Toilette + Wäscheanlage (große Zisterne notwendig)
Wie groß sollte der Tank sein? Faustregel: Pro Quadratmeter Dachfläche kann man mit ca. 0,6–0,8 Litern pro Jahr Regenwasser rechnen (in Deutschland durchschnitt). Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 m² Dachfläche kann etwa 90–120 m³ Regenwasser pro Jahr auffangen. Bei ausschließlicher Gartenbewässerung reichen oft 3.000–5.000 Liter aus; wer auch Haushalt versorgen möchte, sollte mit 5.000–10.000 Litern planen.
Standort auswählen Der Tank sollte platziert werden:
- In unmittelbarer Nähe zum Fallrohr (kurze Leitungswege)
- Möglichst erdnah, um Pumpendruck zu sparen
- Nicht unter großen Bäumen (Laub, Äste)
- Bei unterirdischen Tanks: Möglichst unter versiegelten Flächen (Terrasse, Einfahrt), um Gartenplatz zu sparen
Leitungen und Kabel prüfen Vor dem Ausheben unbedingt Strom-, Gas- und Wasserleitungen lokalisieren! Zu viele Gärtner beschädigen beim Baggern Versorgungsleitungen. Kostenlos können Sie das über die Markierungsservices der Stadtwerke oder Telekom tun.
Bodenbeschaffenheit klären Hochwassertische, Bodentyp und Verdichtung spielen eine Rolle. Bei sehr lockerem Untergrund oder hohem Grundwasser ist eine Betonzisterne stabiler als Kunststoff.
Phase 2: Materialien und Zubehör beschaffen
Folgende Komponenten sind typischerweise nötig:
- Tank selbst (Kunststoff- oder Betonzisterne)
- Verbindungsrohre & Anschlussteile (DN 100 oder DN 50, je nach Tankgröße)
- Dachrinnen-Anschlussstück (zur Ableitung vom Fallrohr)
- Filter (zur Grobreinigung des Wassers)
- Überlaufrohr (Ablauf bei Volltank)
- Verschlüsse & Inspektionsöffnung (zur Wartung)
- Optional: Pumpe (200–500 Euro für eine Standard-Gartenpumpe)
- Optional: Drucktank & Steuerung (für Haushalt-Integration)
- Schotter/Kies & Verfüllmaterial (für Untergrund und Verfüllung)
Phase 3: Einbau Schritt für Schritt
Schritt 1: Aushub und Untergrundvorbereitung
Für unterirdische Tanks müssen Sie ein passendes Loch ausheben. Bei großen Zisternen lohnt sich die Miete eines Minibaggers (ca. 300–500 Euro für einen Tag). Die Grube sollte:
- Ca. 30–50 cm tiefer sein als der Tank (Platz für Schotter-Drainage)
- An den Seiten mindestens 30 cm breiter sein (für seitliche Verfüllung)
- Eine ebene, verdichtete Sohle haben
Füllen Sie die Grubensohle mit 20–30 cm Kiesschicht auf und verdichten Sie diese (z.B. mit einer Vibrations-Platte).
Schritt 2: Tank einsetzen und ausrichten
- Positionieren Sie die Zisterne vorsichtig in die Grube (bei Kunststoff: evtl. mit Kran).
- Nutzen Sie eine Wasserwaage für horizontale Ausrichtung – auch kleine Neigungen können zu Leckagen führen!
- Tipp: Füllen Sie den Tank zu ca. 30 % mit Wasser, um ihn während der Verfüllung stabil zu halten.
Schritt 3: Rohre anschließen
Zulauf (vom Dach): Verbinden Sie das Fallrohr mit dem Zisterneneingangsstutzen. Achten Sie auf:
- Sichere, dichte Verbindungen (notfalls O-Ringe verwenden)
- Leichte Abwärtsneigung zum Tank hin (mind. 2–3 %)
- Filtereinbau (verhindert Laub und Schmutz im Tank)
Überlauf: Rohre für Volltank-Ablauf müssen installiert werden. Diese leiten überschüssiges Wasser in die Grundstücksentwässerung oder einen Versickerungsschacht.
Ablauf (Zapfstelle): Ein Ablaufrohr mit Hahn oder mit Pumpen-Anschluss wird in die untere Tankzone gebohrt.
Schritt 4: Verfüllung und Verdichtung
- Füllen Sie ringsum den Tank schichtweise mit Kies/Sand (ca. 20 cm Schichten)
- Verdichten Sie jede Schicht ordentlich
- Oberste 30 cm: Filterkies oder Mutterboden (später: Rasen/Beet)
- Überprüfen Sie während der Verfüllung regelmäßig mit der Wasserwaage, ob der Tank rutscht
Schritt 5: Gesamtsystem testen
- Füllen Sie den Tank probeweise vollständig mit Wasser
- Kontrollieren Sie alle Anschlüsse auf Lecks
- Testen Sie Überläufe und Ablaufhahn
- Bei Pumpen: Drucktest durchführen
Sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen?
Für oberirdische Tanks ist DIY völlig realistisch – Sie schrauben das Fallrohr an, stellen den Tank hin, fertig.
Für unterirdische Zisternen empfehlen sich Profis, weil:
- Fehler bei der Ausrichtung zu Lecks führen
- Falsche Verfüllung schadet dem Tank
- Spezialwerkzeuge und Equipment nötig sind (Bagger, Verdichtungsplatte)
- Profis haften bei Schäden
- Lokale Vorschriften und Genehmigungen beachtet werden
Kosten für professionellen Einbau: 1.500–4.000 Euro (je nach Größe und Bodenzustand). Bei diesem Preis sollte auch die Anschaffung des Tanks enthalten sein.
Regenwasser im Haushalt nutzen: Filter und Systeme
Wer sein Regenwasser nicht nur zum Gießen, sondern auch für Toilette und Waschmaschine nutzen möchte, braucht eine professionelle Regenwasserzisterne mit integriertem Filtersystem.
Mehrschicht-Filtersysteme
Typisch sind:
- Dachablauf-Filter: Grobfilter direkt am Fallrohr (entfernt Laub, Äste)
- Tank-Filter: Feinfilter beim Tankeinlass (weitere Reinigung)
- Entnahmepumpe mit Feinfilter: Nochmals feinere Reinigung vor Gebrauch
- Rückspülbarer Filter: Für weniger Wartung
Kosten: 300–1.500 Euro je nach Qualität und Größe.
Hygiene und Wasserqualität
Regenwasser ist nicht steril, kann aber durch Filter und regelmäßige Reinigung auf ein unbedenkliches Niveau gebracht werden. Wichtige Punkte:
- Tank sollte dunkel sein (verhindert Algenbildung)
- Regelmäßiges Zisterne reinigen – mindestens 1–2x jährlich
- Filter austausch nach Herstellerangaben
- Inspektionsöffnung zum Kontrollieren des Tanks
Häufige Fehler beim Regenwassertank-Einbau
Fehler 1: Tank zu klein dimensionieren
Viele unterschätzen ihren Wasserbedarf. Im Hochsommer verdunstet bewässerter Gartenboden schnell 20–30 mm Wasser pro Woche. Ein 5.000-Liter-Tank ist oft leerer als gedacht.
Fehler 2: Fallrohr direkt in den Tank, ohne Filter
Laub, Vogelkot und Dachschmutz landen direkt im Wasser. Immer einen Dachablauf-Filter vorsehen!
Fehler 3: Tank nicht richtig ausgerichtet
Selbst kleine Neigungen führen zu Schieflage und Leckagen. Wasserwaage ist Pflicht!
Fehler 4: Zu nah an Grundstücksgrenzen
Manche Bundesländer schreiben Mindestabstände vor. Vorher klären!
Fehler 5: Keine Wartungsöffnung vorsehen
Ohne regelmäßige Inspektionen verstopfen Filter und Ansatzrohre. Inspektionsöffnung mit Deckel ist essentiell.
FAQ: Häufige Fragen zum Regenwassertank
Brauche ich eine Genehmigung für eine Regenwasserzisterne? Für oberirdische Tonnen nicht. Unterirdische Tanks erfordern manchmal eine Anmeldung bei der Unteren Wasserbehörde – abhängig vom Bundesland und der Größe. Klären Sie dies vorher mit Ihrem Ordnungsamt.
Kann ich Regenwasser trinken? Nein, auch gefiltertes Regenwasser ist kein Trinkwasser. Es ist aber völlig sicher für Toiletten, Waschmaschinen, Gießen und Putzen.
Wie oft muss ich die Zisterne reinigen? Mindestens 1–2x pro Jahr sollte der Tank inspiziert werden. Bei starker Verschmutzung öfter. Mit guten Filtern reduziert sich die Häufigkeit.
Welche Pumpe brauche ich? Für Gartengebrauch reicht eine 600–1.000 W Gartenpumpe (100–300 Euro). Für Haushalt-Integration braucht es eine Hauswasserwerke mit Druckbehälter (800–2.000 Euro).
Kann eine Zisterne zufrieren? Betonzisternen sind vollständig frostsicher. Kunststoffzisternen sollten mindestens 1–1,5 m tief liegen (unter der Frostgrenze).
Erspart mir eine Zisterne Abwassergebühren? Ja – bei gesplitteten Abwassergebühren können Sie die Gebühren für die Dachfläche sparen. Melden Sie dies beim Wasserversorger an (spart oft 50–200 Euro/Jahr).
Wie lange hält ein Regenwassertank? Kunststoff: 25–30 Jahre. Beton: 50+ Jahre. Bei guter Wartung können beide deutlich länger halten.
Kann ich mehrere Tanks verbinden? Ja! Oberirdische Tanks lassen sich gut kombinieren. Bei unterirdischen Zisternen ist es komplizierter, aber möglich. Fragen Sie einen Fachbetrieb.
Fazit: Regenwassertank als Gewinn für Portemonnaie und Garten
Ein Regenwassertank im Garten ist mehr als nur ein Behälter – er ist eine Investition in Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Ob kleine oberirdische Regentonne oder große unterirdische Zisterne: Die Einsparungen bei Wasser- und Abwassergebühren laufen regelmäßig auf, während Sie gleichzeitig Ihre Umwelt entlasten.
Mit den richtigen Planungsschritten, etwas Recherche zu lokalen Vorschriften und professioneller Unterstützung beim Einbau wird Ihr Regenwassersystem zuverlässig funktionieren. Viele Gartenbauer bieten kostenlose Angebote – nutzen Sie diese, um Preise und Lösungen zu vergleichen. Die beste Zisterne ist die, die zu Ihrem Garten, Ihrem Budget und Ihren Wasserbedarfen passt.
Was ist der Unterschied zwischen einer Regentonne und einer Zisterne?
Eine Regentonne ist ein oberirdischer Behälter mit typisch 100–500 Liter Fassungsvermögen, der neben dem Fallrohr steht. Eine Zisterne ist meist unterirdisch eingegraben und speichert 500–65.000 Liter. Zisternen eignen sich für größere Projekte und Haushaltswassernutzung, während Regentonnen ideal für kleine Gärten sind.
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Wir recherchieren Fachthemen rund um Garten- und Landschaftsbau und bereiten sie redaktionell auf — mit dem Ziel, verständliche und praxisnahe Orientierung zu bieten, keine Rechts- oder Fachberatung im Einzelfall. Stand dieses Artikels: 6. September 2026.